Foto-Spot in Seljalandsfoss
Hinter dem Vorhang — der Pfad unter dem Seljalandsfoss
Der einzige große isländische Wasserfall, den man ganz umrunden kann: Aus der Nische dahinter wird das fallende Wasser zu einer leuchtenden Leinwand, durch die das Tal scheint.
Über Hinter dem Vorhang — der Pfad unter dem Seljalandsfoss
Route anzeigenDer Seljalandsfoss stürzt sechzig Meter von der alten Meeresklippe in ein Becken, und weil die Klippe unterhöhlt ist, führt ein Pfad hinter dem Wasser hindurch und auf der anderen Seite wieder heraus. In dieser Nische ist der Fall keine Wand mehr, sondern ein lichtdurchlässiger Vorhang: Gegenlichtwasser vor Ihnen, dahinter das grüne Tal und der Himmel, darüber eine dunkle Felsdecke.
Das Signaturbild entsteht von hinten, durch das Wasser hindurch, mit dem Paar als Silhouette oder im Konturlicht. Der Abend ist die Stunde — der Fall zeigt ungefähr nach Westen, spätes Licht kommt also direkt durch den Vorhang und macht ihn golden; im Juni und Juli hält das bis fast Mitternacht, und dies ist einer der besten Orte Islands, um die Mitternachtssonne wirklich zu nutzen. Im Winter vereist die Nische und der Weg dahinter ist meist gesperrt; die Vorderseite bleibt spektakulär — prüfen Sie also, bevor Sie jemandem das Bild von hinten versprechen.
Dort hinten ist alles nass. Die Gischt kommt ständig und aus allen Richtungen, der Fels unter den Füßen ist poliert und rutschig, und es gibt eine schmale Stelle mit Kette zum Festhalten. Regenjacken, flache griffige Schuhe und ein Tuch sind das Minimum; Kleider und Anzüge werden durchnässt, die meisten Paare wechseln also danach statt davor. Rechnen Sie damit, dass der Fotograf in kurzen Schüben arbeitet und alle paar Bilder das Objektiv säubert.
Zu Andrang und Anstand: Die Schleife hinter dem Fall ist praktisch eine Einbahn und eng, ein Shooting muss sich also mit dem Strom bewegen, statt einen Platz zu blockieren. Vor acht Uhr morgens und am späten Abend ist es wirklich ruhig. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig; die aktuellen Regelungen prüfen und keinesfalls stattdessen am Straßenrand parken.
Beste Zeit zum Fotografieren
Abends — nach Westen gerichtet, spätes Licht kommt durchs Wasser; im Juni fast bis Mitternacht
Tipps
Alles wird durchnässt: Regenzeug, flache griffige Schuhe, Kleidung zum Wechseln. Im Winter ist der Weg dahinter oft gesperrt — vorher prüfen.
Weitere Orte in Seljalandsfoss
Gljúfrabúi, der verborgene Fall hinter der Felsspalte
Sechshundert Meter weiter nördlich versteckt sich ein Wasserfall im Felsen: Man watet durch einen flachen Bach in eine Spalte, und dahinter öffnet sich eine moosige Kammer mit Licht von oben.
Der Wiesenweg zwischen den beiden Wasserfällen
Der flache Grasstreifen am Fuß der Klippe zwischen Seljalandsfoss und Gljúfrabúi — kleine Fälle auf der ganzen Strecke und die Mitternachtssonne, die an der Wand entlangstreift.
Nauthúsagil, die Klamm mit der Eberesche
Neun Kilometer landeinwärts: eine Kletterei im Bachbett hinein in einen moosigen Riss im Berg, am Ende ein kleiner Wasserfall mit einer Eberesche aus dem Fels.
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