Foto-Spot in Vík
Gígjagjá, die Höhle im Hjörleifshöfði
Ein Höhlenmund in der Flanke eines einsamen Bergstocks östlich von Vík, geformt wie eine Kapuze — drinnen schwarzer Sand und Schutz, draußen eine leere Vulkanebene.
Über Gígjagjá, die Höhle im Hjörleifshöfði
Route anzeigenZwölf Kilometer östlich von Vík erhebt sich der Hjörleifshöfði aus der schwarzen Wüste des Mýrdalssandur wie eine vom Meer zurückgelassene Insel — genau das ist er. Tief in seiner Westflanke öffnet sich die Höhle Gígjagjá; von innen rahmt die Öffnung die Ebene in einer Form, die viele aus einem Film kennen und heute Yoda-Höhle nennen. Der Boden ist weicher schwarzer Sand, die Wände sind gerippter brauner Fels, und die Außenwelt erscheint als eine einzige helle Silhouette.
Das Bild ist eine Entscheidung: Silhouette oder nicht. Belichten Sie auf das Paar, brennt die Öffnung rein weiß aus; belichten Sie auf die Ebene, wird das Paar zur sauberen schwarzen Form unter der Kapuze. Beides funktioniert, das Zweite wird häufiger gewünscht. Das Licht kommt von Westen, später Nachmittag und Abend schieben es am tiefsten hinein — im Juni heißt das ein Termin um zehn oder elf Uhr nachts, im Dezember ein schmales Fenster am frühen Nachmittag.
Die Anfahrt will geplant sein. Eine Schotterpiste zweigt von der Ringstraße ab und läuft einige Kilometer über den Sand zu einem kleinen Parkplatz, danach ein kurzer Weg über lockeren schwarzen Sand und einen Hang zum Höhlenmund. Im Sommer ist die Piste für normale Autos befahrbar, doch es ist Sand, und er verweht; nach Stürmen und im Winter ist sie mit Frontantrieb oft keine gute Idee, und an dieser Küste werden Straßen häufiger wegen Wind gesperrt, als Besucher erwarten. Am Morgen des Shootings die Straßenlage prüfen.
Die Höhle ist ein natürlicher, unbewirtschafteter Ort: keine Geländer, kein Licht, loses Gestein an den Rändern und ein Boden, der leicht zu gehen ist, aber Schuhe durchnässt. Gefährlich ist nichts, solange Sie die steilen Flanken meiden und nicht direkt unter der bröckeligen Kante des Überhangs stehen. Auf dem Weg gibt es keinen Schutz, und der Wind über den Mýrdalssandur trägt Sand — verschließbare Tasche für die Ausrüstung, Jacke, um die es nicht schade ist.
Beste Zeit zum Fotografieren
Später Nachmittag und Abend, wenn das Licht am tiefsten hineinreicht
Tipps
Vor dem Aufbau entscheiden: Silhouette oder Zeichnung — der Belichtungsabstand ist groß. Straßen- und Windlage prüfen; die Sandpiste verweht und wird gesperrt.
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