Blue Lagoon, Island

Foto-Spot in Blaue Lagune

Das graugrüne Moos auf dem Illahraun, an der Lagunenstraße

Fünf Gehminuten vom Parkplatz: ein Lavafeld unter wolligem Moos, weich wie eine Decke, nach Regen leuchtend grün, dahinter aufsteigender Dampf.

Über Das graugrüne Moos auf dem Illahraun, an der Lagunenstraße

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Die Lava, in der die Blaue Lagune liegt, heißt Illahraun, und entlang des Bláalónsvegur — der Zufahrt — ist sie von jenem blassen graugrünen Wollmoos überzogen, das nur auf alter isländischer Lava wächst. Von den Haltebuchten am Straßenrand rollt das Feld in Buckeln und Mulden davon, dahinter die Dampffahne des Bads und der flache Horizont von Reykjanes. Das ist die isländischste halbe Stunde, die fünf Gehminuten von einem Parkplatz zu haben ist.

Die Farbe ist der Grund. Das Moos geht von silbergrau im trockenen Zustand zu gesättigtem Gelbgrün nach Regen, und davor löst sich ein roter Mantel oder ein weißes Kleid sofort ab; bedecktes Licht sättigt es zusätzlich, die grauen Tage, für die sich alle entschuldigen, sind hier also die guten. Tiefe Seitensonne verwandelt die Buckel in eine Reliefkarte aus Schatten — das ist das Bild, auf das man in den vier bis fünf Winterstunden Tageslicht oder an den langen orangefarbenen Juniabenden wartet.

Und das muss gesagt werden, bevor jemand die Straße verlässt: Dieses Moos ist Jahrzehnte alt und erholt sich nicht. Ein Fußabdruck bleibt jahrelang sichtbar; eine Gruppe, die ins Feld läuft, hinterlässt eine Narbe. Fotografieren Sie nur von Straßenschulter, Buchten und markierten Wegen und stellen Sie das Paar auf nackten Fels oder Kies — nie auf das Moos. Wer anderes vorschlägt, verbraucht die nächsten zwanzig Jahre Bilder.

Praktisch: nur in den Buchten und vollständig neben der Fahrbahn parken, denn diese Straße trägt ständigen Badeverkehr. Der Untergrund daneben ist lose Lava, scharfkantig und knöchelgefährlich — auf festem Grund bleiben. Und wie überall auf Reykjanes: vor der Abfahrt Straßen- und Gebietsstatus prüfen, der Zugang hat sich hier zuletzt kurzfristig geändert.

Beste Zeit zum Fotografieren

Nach Regen für gesättigtes Grün; tiefe Wintersonne oder lange Juniabende fürs Relief

Tipps

Nie auf das Moos treten — Spuren bleiben Jahre. Von Straßenschulter und markiertem Grund arbeiten, das Paar auf nacktem Fels oder Kies.

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